Kursdetails
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Online-Vortragsreihe 2026: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung der Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften - Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms „Citizen Science – Mein Beitrag zum Artenschutz“ zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg

Citizen Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der
biologischen Vielfalt dar, da sie die Erhebung großräumiger und langfristiger Datensätze
ermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der biologischen Vielfalt in
Agrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansätze insbesondere bei der bundesweiten
Erfassung von Wildbienen sowie weiteren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum
Einsatz. Dabei setzen die Projekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf
neu entwickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinnen und
Bürgern, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie die Umsetzung
geeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen die Generierung einer
belastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entwicklung von Wildbienen und anderen
Insekten in Agrarlandschaften sowie, in Kombination mit Landnutzungs- und
Landschaftsdaten, die Identifikation der Faktoren, die ihre Bestände beeinflussen.
Gleichzeitig fördern die vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die
gesellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlandschaften. Die
gewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur
evidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodiversitätsschutzes und der nachhaltigen
Agrarpolitik.

Dr. Demetra Rakosy promovierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von
wildbienenbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für
Umweltforschung tätig, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung auf
Pflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am Thünen Institut für
Biodiversität, Braunschweig, die AG Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften.

Dr. Annette Herz promovierte in Forstentomologie zur Bedeutung von natürlichen
Gegenspielern bei der Regulierung von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren,
aktuell leitend im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut für
biologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dossenheim) tätig.
Forschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung, Förderung und Verwendung von
Nützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit dem Fokus auf den hymenopteren
Parasitoiden und den Schwebfliegen, die Ausarbeitung von agrarökologischen Methoden zur
ihrer Förderung und Entwicklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive
und neuartige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für
allgemeine und angewandte Entomologie.

Kurstermine 1

Übersicht über alle Kurstermine (1) mit Datum und Ort
Nummer Datum Ort
1 Donnerstag  •  08.10.2026  •  18:00 - 19:30 Uhr Online-Kurs
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