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Veranstaltungen am 24.04.2018:

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Anmeldung möglich Reihe LebensWerk: Constantin Hang

( ab Di., 24.4., 19.30 Uhr )

Die Geschichte der Firma Constantin Hang

Das Unternehmen wurde im Jahr 1869 von dem Mecanicus Constantin Hang, 1835 geboren in Lauffen (Neckar) bei Rottweil, gegründet. Sein Vater Josef Hang war dort Nagelschmied. Zu dieser Zeit war es üblich als Lehrling "auf die Walz" zu gehen. Man reiste im Land umher, um bei Handwerkern zu lernen. Dabei musste man ein Wanderbuch führen in dem alle Arbeiten und Zeugnisse der Ausbildungsbetriebe erfasst wurden. Hernach konnte man die Gesellenprüfung ablegen. Mit einer Zusatzprüfung wurde man dann "Mecanicus". Zusammen mit ihm auf der Walz war auch ein gewisser Gottlieb Daimler aus Schorndorf. Nach der Prüfung zum Mecanicus wollten die Herren Hang und Daimler ein gemeinsames Unternehmen gründen. Es gab allerdings Meinungsverschiedenheiten und so gründete jeder seine eigene Firma mit unterschiedlichen Erfolg.

In der ersten gemieteten Werkstatt wurde mit 2-3 Gesellen Reparaturen an verschiedenen Hilfsmaschinen der damals in Göppingen ansässigen Korsett- und Textilindustrie ausgeführt. Auch hat man Blechteile für die Firma Märklin gefertigt. Göppingen war damals das Zentrum der deutschen Korsett- und Miederindustrie mit zahlreichen Betrieben. Diese suchten Hilfsmaschinen zum Ansetzen von Haken, Ösen, Schließen und Metallstäbchen. Mein Urgroßvater entwickelte dafür Maschinen und legte damit die Grundlagen für die Produktion von Maschinen in der Verbindungstechnik. Ab 1892 wurden auch Waagen hergestellt.

1880 wurden in der Bleichstrasse 16 (heute Kaufhof) eine neue Werkstatt mit Wohnungen erbaut. Im Jahre 1893 trat sein Sohn Eugen Hang in die Firma ein. Zuvor hatte er bei der Firma Saxonia in Leipzig gelernt. Danach studierte er in Mittweida Ingenieurwesen. Die bisherige Werkstatt war bald zu klein und im Jahr 1903 wurde ein weiteres Stockwerk errichtet. Im gleichen Jahr stirbt der Gründer Constantin Hang. das Unternehmen entwickelte sich sehr positiv und nach weiteren 8 Jahren entschloss sich mein Großvater vor der Stadt, in der Ulmer Str. 32, einen Neubau zu erstellen. Mit einer Belegschaft von 35 Personen wurden in beiden Fertigungstätten automatische Einsatzmaschinen füt Niete, Haken und Ösen gebaut. Während der Weltwirtschaftskrise hat mein Großvater neuartige Maschinen zum Aufnieten von Flügelöffnern für Schuhcremdosen entwickelt. Diese Maschinen sicherten das Überleben der Firma in dieser schwierigen Zeit.

Nach dem frühen Tod von Eugen Hang ging 1926 das Eigentum auf meine Großmutter Berta Hang. Schon in jungen Jahren mussten nun die Söhne Eugen und Otto Hang die Geschäftsleitung übernehmen. Eugen Hang studierte in Esslingen Maschinenbau und übernahm die technische Leitung, während mein Vater Otto Hang nach einer kaufmännischen Lehre die kaufmännische Leitung übertragen bekam. Durch mehrmalige Anbauten an den Betriebstätte in der Ulmer Straße, war die Firma in der Lage, das Herstellungsprogramm auszuweiten. In dieser Zeit begann die Firma Hang mit dem Bau von Papierbohrmaschinen, die hauptsächlich in Buchbindereien Verwendung fanden. Erstmals gezeigt wurden diese Maschinen anlässlich der BURGA in der Leipzig. Ein Exemplar dieser frühen Papierbohrmaschinen aus dem Jahr 1934 können Sie in unserem Empfangsbereich sehen.

Während des 2. Weltkriegs fertigte Hang Niet- und Ösmaschinen für den Wehrmachtsbereich (Gürtel, Rucksäcke, Flugzeugteile). Da die meisten Mitarbeiter im Feld waren, hatte man damals auch russische Kriegsgefangene eingesetzt. Bis auf eine nicht explorierte Brandbombe überstand der Betrieb den 2. Weltkrieg ohne Schaden. Nach Beendigung des Kriegs fertigte man Dosenschließmaschinen. Diese waren bei den Bauern sehr begehrt um Dosen mehrfach verschließen zu können. Erst nach der Währungsreform konnte man das alte Programm wieder aufnehmen und modernisieren. Ab 1956 wurden unsere Maschinen in Düsseldorf auf der DRUPA erstmalig gezeigt. Auch in der Schuh- und Lederwarenindustrie waren unsere Maschinen gefragt. Daher wurden unsere Maschinen regelmäßig auf den Messen Offenbach (Koffer und Lederwarenindustrie) und Pirmasens (Schuhindustrie) ausgestellt und mit großem Erfolg verkauft. Leider sind diese Industrien in den 90-er Jahren fast verschwunden. Neben der Herstellung von Maschinen konnten wir den Handel mit Metallwaren, wie Ösen und Niete, sowie Papierbohnen erfolgreich aufbauen. Die Exportquote stieg bis auf 50%. In seinen Glanzzeiten beschäftigte Hang bis zu 130 Personen.

Nach dem Unfalltod meines Vater 1963, trat ich 1964 nach Abschluss meines Examens als Kfm. in die Firma ein, um einige Jahre später die kaufmännische Leitung zu übernehmen, 1976 verstarb mein Onkel Eugen Hang und an seine Stelle trat sein Sohn Eberhard nach seinem Studium in Esslingen. Durch den Bau des Kaufhofs in der Bleichstrasse war die Firma gezwungen, die dortige Betriebsstätte zu verkaufen. 1981 wurde unter dem Namen Montage Automations GmbH eine separate Fertigungsstätte errichtet. Dort wurden hochwertige Fertigungslinien zur Herstellung von Briefordnern und Ringbüchern gebaut. Nachdem eine gemietete Fertigungsstätte am Autohof in Eislingen zu klein war, wurde an der Ulmer Strasse eine neue Fertigungsstätte errichtet. Um preisgünstig Kleinmaschinen und Papierbohrmaschinen herstellen zu können, wurde in Ungarn als verlängerte Werkbank, 1996 die Firma Hang Kft. in Kisújszállás gegründet. Mit bis zu 15 Personen wurde dort unsere Fertigung bis 2011 ergänzt. Nach Erreichen der Altersgrenze schied ich gemäß Gesellschaftsvertrag 2001 aus der Geschäftsführung aus. Mein Vetter Eberhard Hang übernahm die Gesamtleitung des Unternehmens.

In den Krisenjahren 2008 und 2009 brach der Umsatz plötzlich um 40 bis 50 % ein. Die Geschäftsleitung hat die Problematik zu spät erkannt und auch zu spät reagiert. Durch eine drohende Insolvenz war mein Vetter Herr Eberhard Hang 2009 gezwungen, Insolvenz anzumelden. Der Insolvenzverwalter führte das Unternehmen in eigener Regie bis Ende 2010 weiter. Da ich nicht zusehen wollte, wie die traditionsreiche Firma Constantin Hang niederging, habe ich mich bemüht mit alten Kontakten zu helfen, eine Weiterführung des Betriebs möglich und aussichtsreich zu machen. Auch die Existenz vieler langjähriger und treuer Mitarbeiter lag mir am Herzen. Ich war dann auch sehr froh, dass die Herren Krauter und Dr. Mühleck den Zuschlag zur Übernahme der Firma 2010 erzielten. Das an die Gläubiger-Banken übergegangene Betriebsgrundstück Ulmer Strasse 32-42 wurde 2011 aufgegeben, da eine Produktion in 5 Stockwerken unzweckmäßig geworden ist. Dafür konnten wir eine schöne Fertigungshalle hier in der Jahnstrasse beziehen. Der Wiederstart unter dem Namen Constantin Hang Produktions-GmbH war insbesondere 2012 sehr erfolgreich und ich hoffe, dass es weiter bergauf gehen wird. Als Mitgesellschafter und Beirat werde ich aus dem Hintergrund weiterhin mein Auge auf die Firma Constantin Haug richten und meine Kräfte einsetzen, sie in gute Bahnen zu lenken.

Keine Anmeldung möglich Integrationskurs (137) Modul 2 (Alphakurs)

( ab Di., 24.4., 13.30 Uhr )

Diese Kurse werden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert. Sie finden von Montag - Freitag am Vormittag und Nachmittag statt. Anmeldung (außerhalb der Schulferien): Di., 15:15 -17:30, Mi., u. Do., 10:00 - 11:30, sowie nach Rücksprache einmal im Monat donnerstags, 17:30 - 19:00, VHS-Haus, Mörikestr. 16, Raum 201 (2. OG.). Beginn, Ort und Zeit des Integrationskurses werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Einstufungsergebnis schriftlich mitgeteilt.
Eine Online-Buchung ist nicht möglich.

Keine Anmeldung möglich Integrationskurs (131) Modul 4

( ab Di., 24.4., 8.30 Uhr )

Diese Kurse werden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert. Sie finden von Montag - Freitag am Vormittag und Nachmittag statt. Anmeldung (außerhalb der Schulferien): Di., 15:15 -17:30, Mi., u. Do., 10:00 - 11:30, sowie nach Rücksprache einmal im Monat donnerstags, 17:30 - 19:00, VHS-Haus, Mörikestr. 16, Raum 201 (2. OG.). Beginn, Ort und Zeit des Integrationskurses werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Einstufungsergebnis schriftlich mitgeteilt.
Eine Online-Buchung ist nicht möglich.

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